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Deutscher Werkbund

Der Deutsche Werkbund wurde am 05.10.1907 in München von zwölf Künstlern, u.a. Peter Behrens, Theodor Fischer und Josef Hoffmann, sowie zwölf Firmen, u.a. die Schriftgießerei, Poeschel & Trepte und den Wiener Werkstätten, gegründet. Ziel des Zusammenschlusses war die Steigerung der Qualität deutscher Waren für eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit auf dem internationalen Markt.

Durch Veranstaltungen, Publikationen, Ausstellungen und andere Projekte förderte der Bund viele Entwicklungen in der Reformbewegung wie die AEG durch Peter Behrens und die FAGUS-Werke durch Walter Gropius. Man versuchte eine neue Warenästhetik für kunstgewerbliche Industrieprodukte zu etablieren. So fiel der Werkbund in den 1920er Jahren zunehmend unter den Einfluss des Bauhauses. Nicht nur durch die Förderung der Gründung des Bauhauses Weimar unter der Leitung von Walter Gropius, auch mit Ausstellungen wie „Neues Bauen“ und Siedlung Am Weißenhof“ in Stuttgart sowie „Wohnungen und Werkraum“ in Breslau setze der Werkbund Meilensteine dieser Phase. Nach der Auflösung 1938 unter dem Regime der Nationalsozialisten, gründete sich der Deutsche Werkbund offiziell erst 1950 wieder.