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Personen
Henry Clement Van de Velde
Architekt, Maler
03.04.1863 Antwerpen, Belgien
25.10.1957 Zürich, Schweiz

Ab 1881 Studium der Malerei an der Académie des Beaux-Arts bei Charles Verlat in Antwerpen. 1884/1885 Arbeit im Atelier des Porträtisten Émile Auguste Charles Duran in Paris. 1887 Initiator der Malergruppe „L’Art Indépendant“. 1888 Mitglied der Künstlervereinigung „Les Vingt“. 1893/1894 Abbruch seiner Malerkarriere und Hinwendung zur angewandten Kunst und Architektur.


1900 Umzug nach Berlin. 1900 Gestaltung des Interieurs für das Folkwang-Museum in Hagen und Beratung des Gründers Karl Ernst Osthaus. 1902 Umzug nach Weimar und Gründung des Kunstgewerblichen Seminars. Künstlerische Beratung für Industrie und Kunsthandwerk.


Ab 1906/1907 Leitung der Großherzoglich Sächsischen Kunstgewerbeschule Weimar, aus der später das Bauhaus Weimar hervorging. 1906 Gründungsmitglied des Deutschen Werkbundes. 1908-1909 Umgestaltung des Interieurs von Schloss Lauterbach im Jugendstil. Weiterhin Aufträge als Architekt für private Bauvorhaben. 1914 Teilnahme an der Werkbundausstellung in Köln. 1915, mit Schließung der Kunstgewerbeschule, Verlust der Direktorenstelle. 1917 Übersiedlung in die Schweiz.

1920 Emigration in die Niederlande. In den frühen 1920er Jahren Arbeit an Architekturentwürfen für das private Rjiksmuseum Kröller-Müller. 1925 Übersiedlung nach Belgien und Architekturprofessur an der Universität Gent. 1926 Leitung des Instituts Supérieur des Art Décoratifs Brüssel. Entwürfe für Eisenbahnwaggons und Kreuzfahrtschiffe. 1936 Emeritierung. 1937 Teilnahme an der Weltfachausstellung in Paris und 1939 an der New York World’s Fair. 1939 Berufung zum Mitglied der Königlichen Kommission der Monumente und Landschaften. 1947 Rückzug in die Schweiz.