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Index:
Personen
Johannes Itten
Maler, Kunstpädagoge, Kunsttheoretiker, Lehrer
11.11.1888 Süderenlinden, Schweiz
25.03.1967 Zürich, Schweiz


1904 – 1908 Besuch des Lehrerseminars Hofwil in Bern. Nach kurzer Tätigkeit als Schullehrer von 1909 – 1910 Studium an der Kunsthochschule in Genf. 1910 – 1912 Ausbildung als Sekundarlehrer in den Fächern Physik, Mathematik und Chemie in Bern, im Wintersemester 1912/1913 erneutes Studium an der Kunstakademie in Genf, u.a. Kurs bei Eugène Gilliard. 1913 – 1916 Aufenthalt in Stuttgart, dort Schüler von Adolf Hölzel an der Stuttgarter Akademie und Kontakte zu Ida Kerkovius, Oskar Schlemmer, Willi Baumeister und Hermann Stenner. 1916 Übersiedlung nach Wien und Gründung einer eigenen Kunstschule.

1919 Berufung an das Bauhaus Weimar durch Walter Gropius, dort 1919 – 1923 Formmeister mehrerer Werkstätten, Aufbau des Vorkurses zusammen mit Gertrud Grunow und vorübergehend auch Dozent für Wand- und Glasmalerei. Neben Lehrtätigkeit am Bauhaus Weimar Untersuchungen zur Wirkung von Farben und Form.


1933 Ausscheiden aus dem Bauhaus Weimar und Anschluss an die Mazdaznan-Tempel-Gemeinschaft in Herrliberg bei Zürich. Dort Gründung der „Ontos-Kunstschule“ für Naturstudium, Komposition, Form- und Farblehre und Graphik sowie der „Ontos-Werkstätten“ für Handweberei, Smyrna-Teppichknüpferei und Gobelins. 1926 – 1934 Leitung einer eigenen Schule in Berlin, an der Max Debus, Fred Forbát, Friedrich Köhn, Georg Muche, Julius Pap und der Fotograf Umbo lehrten.


1932 – 1937 Leitung der Höheren Fachschule für Textile Flächenkunst in Krefeld, Gastdozent an der Kunstgewerbeschule Stettin und gemeinsam mit Gregor Rosenbauer Initiator der von 1930 – 1933 bestehenden Künstlergruppe „Das Neue Pommern“. 1934 Schließung seiner Berliner Schule durch die Nationalsozialisten, 1937 Kündigung in Krefeld. Nach kurzem Exil in den Niederlanden ab 1938 Direktor der Kunstgewerbeschule Zürich. Seit 1943 Leitung der Textilfachschule in Zürich und 1952 – 1956 des Museums Rietberg.