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Personen
Wassily Kandinsky
Maler, Grafiker, Kunsttheoretiker, Schriftsteller
04.12.1866 Moskau, Russland
13.12.1944 Neuilly-sur-Seine, Frankreich

Ab 1886 Jura- und Volkswirtschaftsstudium in Moskau, 1892 Abschluss mit Staatsexamen. 1896 Übersiedlung nach München, dort Besuch der privaten Kunstschule von Anton Azbè. 1900 Studium an der Münchener Kunstakademie als Schüler bei Franz von Stuck. 1901 Mitbegründer der Ausstellungs- und Künstlervereinigung Phalanx, 1909 der Neuen Künstlervereinigung München. 1911 Erscheinen des Buches „Über das Geistige in der Kunst“ und Begründung des Almanachs „Der Blaue Reiter“ mit Franz Marc.


Nach Kriegsausbruch 1914 Flucht zunächst in die Schweiz, dann Rückkehr nach Moskau. Dort u. a. Vizepräsident der GAChN (Staatliche Akademie der Kunstwissenschaften), Entwicklung von Programmen für das INChUK (Institut für künstlerische Kultur), Mitorganisator und Direktor des MSchK (Museum für Malereikultur) und Lehrer an den VChUTEMAS (Höhere künstlerische und technische Werkstätten).


1922 Berufung an das Bauhaus Weimar durch Walter Gropius. 1922 – 1925 Leitung der Werkstatt für Wandmalerei und Lehrer für die Kurse „Abstrakte Formelemente“ und „Analytisches Zeichnen“ im Vorkurs. 1924 Gründung der Gruppe „Die Blaue Vier“ mit Alexej von Jawlensky, Paul Klee und Lyonel Feininger. 1925 – 1932 am Bauhaus Dessau und am Bauhaus Berlin Lehrer für „Abstrakte Formelemente“ und „Analytisches Zeichnen“ im Vorkurs, ab Wintersemester 1926/1927 Leiter des Unterrichts in Malerei, ab 1927 Leiter der Freien Werkstatt Malerei bzw. der Freien Malklasse. 1926 Publikation des Buches „Punkt und Linie zu Fläche“. 1929 Teilnahme an der Ausstellung „Vierte große Kunstausstellung Kassel 1929 – Neue Kunst in der Orangerie“ auf Einladung von Arnold Bode. 1933 nach Schließung des Bauhaus Berlin Emigration nach Frankreich, Übersiedlung in Pariser Vorort Neuilly-sur-Seine.
Teilnahme an der ersten documenta, 1955, der documenta 2,1959 und der documenta 3, 1964.