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Personen
Paul Cassirer
Kunsthändler, Galerist, Verleger
21.02.1871 Görlitz
07.01.1926 Berlin

Studium der Kunstgeschichte in München, anschließend Mitarbeiter beim Albert Langen Verlag für die satirische Wochenzeitschrift „Simplicissimus“. 1898 Gründung der „Kunst- und Verlagsanstalt Bruno & Paul Cassirer“ zusammen mit seinem Cousin Bruno Cassirer. Förderung der Kunstströmung Impressionismus, sowie Veröffentlichungen von Schriftstellern wie Frank Wedekind, Ernst Troller und Else Lasker-Schüler.


Ab 1901 alleiniger Leiter des Kunstsalons, die Galerie wird zu einer der führenden Europas, besonders Förderung junger Künstler wie Lovis Corinth, Max Liebermann und Max Slevogt. Gleichzeitig Sekretär der Künstlervereinigung „Berliner Secession“, 1912 Berufung zum Vorstandsvorsitzenden. Ab 1908 Besitzer der Druckanstalt „Pan-Presse“ in Zusammenarbeit mit Xylograph Reinhold Hoberg und Drucker Georg Schwarz. Publikation von Buchillustrationen impressionistischer und expressionistischer Künstler, beispielsweise Oskar Kokoschka, Marc Chagall oder Ernst Barlach. Im gleichen Jahr Gründung des „Paul Cassirer“ Literaturverlags (bis 1933) bei dem unter anderem die Zeitschrift „Die weißen Blätter“ verlegt wurde. 1910 Gründung der „Gesellschaft Pan“, ein Forum zur Aufführung unbekannter und verbotener Bühnenwerke, ebenfalls Herausgabe der Halbmonatszeitschrift „PAN“.


1914 – 1916 Kriegsdienst. 1917 Gründung der Max Rascher Verlags AG zusammen mit Dr. Otto Rascher und Max Rascher, Publikation pazifistischer Schriften deutscher und französischer Autoren, 1922 Auflösung des Unternehmens. 1918 Beitritt in die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD) zur Förderung des Verlagsprogramms. Ordentliches Mitglied des Deutschen Künstlerbundes.