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Personen
Otto Bartning
Bildender Künstler, Architekt, Schriftsteller
12.04.1883 Karlsruhe
20.02.1959 Darmstadt

1902-1906 Studium der Architektur an der TH Berlin und in Karlsruhe. 1905 erster Bauauftrag für eine evangelische Kirche in Peggau, Eröffnung eines Bauateliers in Berlin. 1918 Mitglied im Arbeitsrat für Kunst und Vorsitz des Ausschusses „Vorschläge zu einem Lehrplan für Handwerker, Architekten und bildende Künstler“. Dabei Entwicklung der Grundzüge eines pädagogischen Programms mit Walter Gropius, welches im Staatlichen Bauhaus Weimar umgesetzt wurde. 1926-1930 Gründer und Direktor der Staatlichen Bauhochschule Weimar.


1928 Durchbruch als Architekt mit dem Bau einer zweitürmigen Stahlkirche in Köln. 1941-1951 Architekt in Neckarsteinach und Heidelberg, dort Leiter der Bauhütte der Heiliggeist- und der Peterskirche, ab 1947 Vorstand der örtlichen Werkbundgruppe.


1950 Ernennung zum Vizepräsidenten des Deutschen Werkbundes. 1950-1959 Präsident des Bundes Deutscher Architekten (BDA). Ab 1955 in Berlin als Berater für Fragen des Städtebaus tätig, dort Entwürfe für den deutschen Pavillon auf der Weltausstellung in Brüssel 1958.


Mitglied in zahlreichen Gruppierungen, u.a. im Deutschen Werkbund, in der Architektenvereinigung „Der Ring“ und im Rat für Formgebung sowie Ehrenmitgliedschaft im westdeutschen P.E.N.. Ausgezeichnet mit der Ehrendoktorwürde der Theologie an der Universität in Königsberg und dem Großen Verdienstkreuz der BRD.